An Grenzen gehen

Die Sächsische Schweiz – wundervolle Erholungslandschaft. Perfekter Ort um abzuschalten, die Natur zu genießen, sich auf steilen Kletterpfaden auszupowern und ein Ort an den ich immer wieder gerne zurückkehre…

Dieses Mal war meine Wandertour eine ganz Besondere. Ich stieg das erste Mal eine besonders schwierige Kletterstiege hinauf – und zwar die Häntzschelstiege. Ich kenne schon viele Stiegen, Leitern, steile Pfade, enge Felsdurchgänge etc. in der Sächsischen Schweiz – da ich schon seit meiner Kindheit öfters hier wandern war – doch all das war nicht zu vergleichen mit dieser Tour.

Geparkt habe ich am Parkplatz Beuthenfall. Von dort aus ging es erst einmal einige Zeit relativ gemütlich bis zum Ausgangspunkt der Häntzschelstiege durch den Wald, stetiger Anstieg – wie immer sehr angenehm und entspannt zu wandern in Mitten der schönen Natur. Am Ausgangspunkt angekommen, dachte ich jedoch relativ schnell – das war’s schon – Rückkehr, denn: Man muss erstmal eine Steinwand ca. 2m hoch klettern um die erste Stufe (Metallstiege) zu erreichen. Und diese Wand hat es in sich. Ich versuchte es ein paar Mal und kam einfach nicht hoch. Zunächst war ich enttäuscht, weil ich doch unbedingt die Häntzschelstiege herauf wollte. Ich hatte aber auch Respekt, was mich wohl danach überhaupt erwarten würde. Dann kamen auf einmal Eltern mit Ihrer Tochter die Stiege herunter mit der Aussage, die Tochter kam an einem Punkt nicht weiter. Eigentlich darf man die Tour nur in die eine Richtung gehen. Die Erzählungen von denen, bestärkten mich zwar nicht gerade es nochmal zu probieren, doch in dem Moment kam ein anderer Kletterer, der es schaffte die Steinmauer hoch zu klettern, was mich dann doch motivierte es nochmal zu probieren. Und siehe da – es klappte. Das Gefühl – einfach toll. Respektvoll ging der Aufstieg weiter, auf den Stiegen am Felsen entlang… gut festhalten bitte 🙂

Am ersten Aussichtspunkt angekommen setzte ich mich stolz auf einen Felsen und sah anderen Kletterern an einem Fels in der Ferne zu. Dort oben zu sitzen und um sich zu blicken ist wohl das schönste Gefühl beim Wandern.

Als ich weiter kletterte hatte ich immer wieder Momente an denen ich dachte ich komme nicht weiter – denn die Abstände der Stufen waren sehr groß und der Blick nach unten oft sehr tief. ABER: Es ging immer weiter. Und das Gefühl jedesmal nachdem man es geschafft hatte war einfach genial. Es ist so ein schönes Sinnbild für unser Leben generell: Oft steht man an einem Punkt an dem man denkt, es geht nicht mehr – und doch geht es immer weiter. Die Wandertour ist jetzt schon ein paar Wochen her und ich habe seit dem schon oft im Alltag an die gewissen Momente dieser Klettertour gedacht an denen ich gezögert habe und es doch geschafft habe.

Fotos habe ich von der Häntzschelstiege keine machen können, da ich die Kamera gut gesichert in meinem Rucksack verstaut hatte. Aber vor und nach dem Aufstieg habe ich die Natur noch intensiv genossen und mich wieder ein bisschen fotografisch ausgetobt.

Hier noch ein Eindruck von der Häntzschelstiege:

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